ÜBER

POSITIONEN JAPANISCHER ARCHITEKTUR

Die Architekturfakultät der Fachhochschule Köln veranstaltet im Studienjahr 2013/14 die Vortragsreihe „Positionen japanischer Architektur“. Ausgewählte japanische Architekten werden gebeten, ihre Entwurfshaltung und für sie wichtige architektonische Themen anhand ihres Werkes vorzustellen.
Mit Junya Ishigami, Shin Takamatsu, Takeshi Katagiri, Shigeru Ban, Sou Fujimoto, Ryusuke Kojio, Hiroaki Kimura und Hitoshi Abe haben wir etablierte Altmeister, renommierte Größen und junge Aufsteiger unterschiedlicher Generationen in diesem Sommersemester zu Gast.
Im Wintersemester konnten wir bereits zu einen einleitenden Vortrag von Jörg Gleiter sowie zu Vorträgen von Go Hasegawa, Ryuji Nakamura, Hiroshi Nakao und Riken Yamamoto einladen.

Die Reihe zeigt Positionen japanischer Architektur in ihrer Fülle, durch die Auswahl der Referenten und die Suche in verschiedenen Generationen wird die Entdeckung von spezifischen und grundlegenden Themen in der aktuellen Architektur Japans ermöglicht.

Die Vorträge zeigen, dass sich trotz unterschiedlicher Haltung und Architektursprache dennoch ein in Raumverständnis, Materialverwendung und Konstruktion gemeinsames, spezifisch japanisches Band durch all diese Positionen flicht.
Wie sehr wir – unabhängig aller Tendenzen der Vereinheitlichung durch Globalisierung – der Kultur und Geschichte unserer mittelbaren und unmittelbaren Umgebung unterworfen sind, zeigt sich im Zusammentreffen zweier Kultursphären. So sind die Vortragsabende nicht nur Werkschau der Architekten, sondern erlauben darüber hinaus auch Einblicke in die oft grundlegend andere fernöstliche Kultur und zeigen, wo in Japan die, wiederum ähnlichen, Herausforderungen globaler Umwälzungen liegen.

Die Vortragsreihe ermöglicht so nicht nur die Kenntnis und Beschäftigung mit zeitgenössischer Architektur in Japan, sondern erlaubt auch Rückschlüsse auf Einflüsse über die Kontinente hinweg und bietet Anlass für vertiefende Reflektionen.
Die Beziehungen und der Transfer zwischen japanischer und europäischer Architektur und Kunst gaben insbesondere im 20. Jahrhundert wechselseitig Anstöße für Weiterentwicklungen.
Heute erfährt die Rezeption japanischer Architektur in Europa erneut einen Aufschwung: Das Interesse an der Architektur von Kazuo Shinohara, von Toyo Ito und SANAA bis hin zu Architekten der jüngeren Generation wie Junya Ishigami oder Sou Fujimoto ist groß. Die aktuelle Auszeichnung von Shigeru Ban mit dem renommierten Pritzker-Preis ist ein weiterer Beleg für die herausragende Baukunst Japans. Shigeru Ban wird am 6. Mai zu Gast an der Architekturfakultät sein.

Mit der Vortragsreihe bieten wir die Möglichkeit, bedeutende japanische Architekten mit ihren Vorträgen und anschließenden Diskussionen in Köln kennenzulernen.
Die Vortragsreihe findet im Rahmen des „architectural tuesday” statt. Das über Jahre eingeführte Format der Abendvorträge an der Architekturfakultät der Fachhochschule Köln wird mit den „Positionen japanischer Architektur“ fortgesetzt.
Sie ist Teil des Themenjahres zu japanischer Architektur an der Architekturfakultät, die in der Vortragsreihe gesammelten Erkenntnisse werden in einem begleitenden Seminar mit Exkursion nach Japan vertieft und durch ausgewählte Entwurfsaufgaben weitergehend in die Lehre integriert.
Die Vortragsreihe richtet sich in gleicher Weise an die interessierte Öffentlichkeit wie an Studierende der Fakultät.

Die Vorträge werden als Fortbildungsveranstaltung der Architektenkammer NRW in den Bereichen Architektur, Innenarchitektur und Städtebau mit zwei Stunden anerkannt. Für die Erstellung einer Bescheinigung erheben wir vor Ort eine Gebühr von 5 Euro. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Positionen japanischer Architekur werden ermöglicht durch freundliche Unterstützung von:

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