Sou Fujimoto | 27.05.14

Ein Häuserberg in Tokio – die Stadt wird zum Haus, das Haus zur Stadt. Es entstehen vielfältige Zwischenzonen und Räume. Die 2009 fertig gestellten Tokyo Apartments zeigen Grundthemen Fujimotos – die Auseinandersetzung mit Zwischenräumen und Stadt sowie räumliche Experimente …

Sou FujimotoSou Fujimoto gehört zu den bedeutensten Architekten der jüngeren Generation.
Er ist nach SANAA im Jahr 2009 und Toyo Ito 2002 der dritte japanische Architekt, der den prestigeträchtigen Pavillon im Garten der Serpentine Gallery in London entworfen hat.
Die hauchdünne kubische Struktur seines Pavillons wirkt von ferne wie eine weiße Wolke, die bei näherer Betrachtung Räume ohne feste funktionale Zuschreibung ausbildet. Sie bietet vielfältige Möglichkeiten des Erlebens und des Aufenthaltes in Räumen und Zwischenräumen und ist zugleich eine sehr einfache und präzise Struktur.

Mehr noch als im Serpentine Pavilion sind z.B. im House N oder im House NA die Räume und Zwischenräume auf die städtische Struktur bezogen. Sou Fujimoto entwickelt hier in radikalen Kozepten ein Kontinuum von Räumen und Zwischenräumen – zwischen Stadt und Privaträumen, die durch eine einheitliche klare Struktur gebildet werden.
In seinem ersten Entwurf nach dem Studium für ein Wohnhaus in Tokio ging er konzeptionell noch weiter, er entwarf er das Wohnhaus nicht als Haus, sondern löst es ganz im städtischen Kontext auf – in Form kleiner Orte innerhalb eines Viertels.

Sou Fujimoto wurde 1971 in Hokkaido geboren und studierte Architektur an der University of Tokyo. Im Jahre 2000 gründete er sein Büro. Seit 2001 ist er Professor an der University of Toky, seit 2007 an der University of Kyoto und seit 2009 an der Keio University in Tokio.

 

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