Shigeru Ban | 06.05.14

Shigeru Ban wurde soeben mit dem Pritzker-Preis 2014 ausgezeichnet! Wir freuen uns daher besonders ihn an der Fachhochschule Köln begrüßen zu dürfen.
Shigeru Ban entwickelt seine Architektur aus Experimenten mit Konstruktion und Materialien – wie Papier, Karton, Holz oder Glas…

Shigeru Ban Portrait

Der Japanische Pavillon auf der Expo 2000 in Hannover, der in Zusammenarbeit mit Frei Otto entstand, ist das in Deutschland bekannteste Beispiel für Shigeru Bans Experimente mit Karton als Baumaterial. Die stützenfreie Konstruktion der weiten, lichtdurchfluteten Halle bestand in der Konzeption vollständig aus Pappröhren. Der japanische Pavillon auf der EXPO in Hannover war vollständig recyclingfähig und entsprach damit dem Konzept der Weltausstellung.
Mit der Weiterentwicklung von Holzkonstruktionen beschäftigte sich Shigeru Ban in dem Projekt für das Bürogebäude der Tamedia, Zürich, Schweiz, 2013. Das Gebäude des Schweizer Medienunternehmens besticht vor allem durch seine vollständig aus Holz gefertigte Konstruktion, die im Inneren sichtbar bleibt und durch die speziell für dieses Projekt entwickelten Knoten geprägt wird. Die gläserne Haut ist sensibel darübergelegt und erfüllt die hohen Energieeinsparvorgaben in der Schweiz.

In seinem Vortrag wird Shigeru Ban seine Architektur und Arbeitsweise auch an weiteren aktuellen Projekten vorstellen.
Shigeru Ban wurde 1957 in Tokio geboren. Er studierte am Southern California Institute of Architecture in Los Angeles und an der Cooper Union School of Architecture, New York, USA. Nach seinem Studium arbeitete er für Arata Isozaki in Tokio und gründete 1985 sein eigenes Büro. Er war Professor an zahlreichen Universitäten in Japan und den USA und ist aktuell Professor an der Kyoto University of Arts and Design.
Er gründete die Nichtregierungsorganisation „Voluntary Architects‘ Network und war Berater des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR).
Für seine Arbeit wurde er mit Preisen, Auszeichnungen, Ehrenmitgliedschaften und Doktorwürden ausgezeichnet. Aktuell erhielt er mit dem Pritzker-Preis 2014 die renommierteste Auszeichnung für Architekten weltweit! Shigeru Ban ist damit in der 35-jährigen Geschichte bereits der siebte Japaner der diese Auszeichnung erhält. Ein weiterer Beleg für die herausragende Baukunst Japans.

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